Wir über uns



Eine langjährige Tradition der Kunower ist die Feier des Volks- und Kinderfestes, die sich - mit Unterbrechung durch die Kriegsjahre - bereits auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück verfolgen lässt.

Nach der Wende wurde dieses Fest alljährlich unter der Leitung des Ortsbeirates und der Freiwilligen Feuerwehr Kunow vorbereitet. Es fanden sich viele Freiwillige, die die Vorbereitung und Durchführung unterstützten. Bei diesen Zusammenkünften reifte der Gedanke, doch mehr für das Zusammenleben im Dorf zu tun. Es gab Ende der Neunziger Jahre viele neu hinzugezogene Einwohner, die sich für ihr neues Zuhause engagierten und das Dorfleben und die Bürger besser kennen lernen wollten.

Man kam auf die Idee, auch in Kunow einen Dorfverein zu gründen. Es wurde ausgiebig darüber beraten, ob dafür bei den Kunowern überhaupt Interesse besteht. Bereits diese Vorgespräche stießen auf eine unerwartete Resonanz. Einige Kunower Bürger ließen sich schon als zukünftige Mitarbeiter eintragen. Bereits in Vorbereitung der Gründungsversammlung erklärten sich elf Kunower bereit, als Mitglieder des Vorstandes zu kandidieren.

Am 12. März 1999 war es dann endlich soweit. An diesem Tag trafen sich 38 Kunower, um ihren Verein zur Pflege und Förderung des traditionellen Brauchtums im Heimatgebiet zu gründen. Nach der Verlesung der Satzung und Diskussion wurden in geheimer Wahl die neun Mitglieder des Vorstandes und in offener Wahl zwei Kassenprüfer gewählt. Erster Vereinsvorsitzender wurde Erhard Bodenbach, seine Stellvertreterin Karin Falkenberg und Schatzmeisterin Maren Zechin. Nicht zu vergessen der damals erst 15jährige Patrick Richter, der die Zusammenarbeit zwischen Dorfverein und der Kunower Jugend mitgestalten wollte.

An guten Vorschlägen für die Arbeit des zukünftigen Dorfvereins fehlte es an diesem Abend nicht. So wollte der Verein die Gestaltung und Durchführung des zur Tradition gewordenen Volks- und Kinderfestes fortsetzen. Darüber hinaus sollte an der Dorfchronik mit gearbeitet werden. Auch andere kulturelle und sportliche Veranstaltungen wollte man fördern und unterstützen, und die Arbeit mit den Jugendlichen des Ortes sollte ebenfalls intensiviert werden. Die Vorschlagsliste umfasste Skat- und Rommeeabende ebenso wie Kulturtage oder auch sportliche Vergleichskämpfe, beispielsweise im Volleyball und im Tischtennis.

In den Dorfverein integriert ist der „Freundeskreis Sanierung Kunower Dorfkirche“, der sich in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung und anderen geschichtlich Interessierten um die Erhaltung und Instandsetzung der Dorfkirche in Kunow bemüht. Hier engagierten sich besonders Frau Kessels und Herbert Zechin, der zugleich Vorsitzender des Ortsbeirates war.

Inzwischen hat sich der Dorfverein zu einer festen Größe im Ort entwickelt, ohne den es so manchen kulturellen Höhepunkt der letzten Jahre nicht gegeben hätte. Mit großem Engagement sind die Mitglieder des Vereins bei der Sache. Insbesondere die Familien Petrick und Zechin sind über die gesamten 10 Jahre aktiv im Verein tätig und stets bereit, wenn es gilt Veranstaltungen vorzubereiten bzw. durchzuführen.

Veranstaltungen aus unserem Vereinsleben waren z. B.:
  • Frühjahrs- und Weihnachtskonzerte in der Kunower Kirche
  • Weihnachts- und Adventsbasare zu denen die Frauen aus Kunow Gestecke und Geschenke fertigten
  • Kuchenbasare wurden durch die Kunower Frauen zu jeder Veranstaltung abgedeckt
  • Kinderfaschingsfeiern
  • Traditionsfeuer und Osterfeuer gemeinsam mit der Feuerwehr
  • aus einer organisierten Veranstaltung von der Volkshochschule wurde eine eigene Frauensportgruppe, die sich wöchentlich Mittwochs im Gemeindehaus trifft
  • Fahrten zu den Störtebekerfestspielen, in den Spreewald und nach Rostock-Warnemünde
  • Romme- und Skatabende, die heute gemeinsam mit den Hohenfeldern Skat- und Rommefreunden veranstaltet werden
  • Volks- und Kinderfeste seit 2000 im Wechsel mit Erntefesten
  • Vereinsgrillabende
  • Volleyballturnier
Da es der Wettergott immer gut mit uns meinte, fiel keine unserer Veranstaltungen ins Wasser und wurde von den Kunowern, den Einwohnern der Nachbardörfer sowie der Stadt Schwedt stets gut besucht.

Ein Höhepunkt in der Arbeit des Dorfvereins war die Vorbereitung und Durchführung der 750-Jahr-Feier im Jahre 2006.

Hier waren bereits im Vorfeld viele fleißige Helfer aktiv. Um alle Arbeiten zu stemmen, wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, deren Arbeit durch den Vorstand koordiniert wurde. Der Ablauf der Feierlichkeiten und die Verpflichtung von Künstlern und Gewerbetreibenden sowie die Einholung aller Genehmigungen wurden durch eine Arbeitsgruppe, in der im Wesentlichen die damaligen Vorstandsmitglieder aktiv waren, geregelt. Der Ablauf des Festumzugs wurde durch eine zweite Arbeitsgruppe organisiert. Hier ist besonders das Engagement der heutigen Vereinsvorsitzenden Bärbel Rindt zu erwähnen, die sich um alle historischen Bilder, die Kostüme sowie um die Rekrutierung von Mitwirkenden am Festumzug kümmerte. In der Arbeitsgruppe Chronik hat sich insbesondere Monika Krause leidenschaftlich um die notwendigen Recherchearbeiten bzgl. der historischen Hintergrundinformationen gekümmert. Sie hat auch die Ersterwähnungsurkunde im Landesarchiv Potsdam aufgespürt. Unter der Leitung von Rosemarie Weißmüller wurde die Druckvorlage erarbeitet und an die Druckerei gegeben, so dass pünktlich zum Fest, auch unsere Festschrift bereit lag.

Die Feier wurde ein großer Erfolg – gekrönt durch ein musikalisch umrahmtes Feuerwerk zum Abschluss.

Die Aktivitäten zur Sanierung der Kunower Dorfkirche wurden ab 2007 ebenfalls belebt. So wurden mehrere Chorkonzerte und Basare organisiert, deren Einnahmen auf das gesonderte Konto zum Erhalt und zur Sanierung der Dorfkirche eingezahlt wurden. Außerdem wurden ab 2009 Heimatkalender herausgegeben, deren Erlöse auf das Konto zur Kirchsanierung geflossen sind.
Seit 2008 ist der Kunower Dorfverein online. Es gab einige Helfer, die uns bei der Erarbeitung des Web-Auftritts unterstützt haben. Stellvertretend sollen hier Marika Sering, Uwe Karsten, Rosemarie Weißmüller und Bärbel Rindt genannt sein. Ein ganz spezieller Dank geht jedoch an Frau Jovanovic und Herrn Haseloff. Ohne ihre freundliche Mithilfe hätten wir das ganze Projekt nicht so schnell und so gut realisieren können.

Was wären wir jedoch ohne die Unterstützung der vielen Kunower Bürger, der Freiwilligen Feuerwehr Kunow, der Feuerwehrhistorik Kunow e.V., des Ortsbeirates, der Stadt Schwedt, des Bürgermeisters der Stadt Schwedt und all derjenigen Unternehmen, die uns mit ihren Spenden halfen und helfen, unsere zahlreichen Vorhaben zu verwirklichen. All denen wollen wir auf diesem Weg recht herzlich danken.

Unser Dorfverein hat jetzt 60 Mitglieder. Wir würden uns freuen, wenn wir noch mehr Kunower Bürger für unseren Verein begeistern könnten. Unsere Ziele sind in der Satzung festgeschrieben. Falls Sie sich also damit identifizieren können und künftig bei uns mitarbeiten wollen, sind Sie gerne in unserem Verein willkommen.